Als Harem (jap. ハーレム, Hāremu) wird ein lose definiertes Genre von Anime und Manga bezeichnet. Es ist dadurch charakterisiert, dass der Protagonist der Handlung von mehreren oder gar einer Vielzahl weiterer Charaktere anderen Geschlechts umgeben ist, die sich zu ihm hingezogen fühlen. In der Praxis wird der Protagonist überwiegend durch eine männliche Person gestellt, sodass der Großteil der Charaktere in diesen Werken weiblich ist. Wird von diesem als üblich angesehenen Schema abgewichen, wird nicht formal auch von einem Reverse Harem (逆ハーレム, Gyaku-Hāremu) gesprochen.[1]
Der Begriff leitet sich von dem arabischen Wort „Harem“ ab und wurde in den japanischen Sprachgebrauch übernommen. Hier wurde er im Zusammenhang mit Anime und Manga jedoch nicht in seiner ursprünglichen Bedeutung („Frauen; Tabu, heilig“) verwendet, sondern auf eine allgemeine Beziehungssituation erweitert. Letztlich verbreitete sich die Bezeichnung auch im englischen Sprachraum und wurde allmählich zu einer Genre-Bezeichnung.
Quelle: Wikipedia